The Deal – reine Verhandlungssache – Ellen Kennedy

Cover:
Das Cover ist okay, aber ehrlich gesagt nicht unbedingt mein Geschmack. Ich bin kein großer Fan von echten Menschen auf Covern und bevorzuge da eher Muster und Schrift o.ä.. Dennoch finde ich es super, dass man die Gesichter nicht sieht und so noch viel Spielraum für Fantasy ist.

Worum gehts?

Hannah ist Musikstudentin und schwärmt für Justin, einen eher ruhigen und scheinbar klugen Typen aus einem ihrer Kurse. Sie himmelt ihn regelrecht an, traut sich aber nicht ihn anzusprechen und bisher ist sie ihm auch noch nicht aufgefallen.
Als sie überraschend eine 1 in der Zwischenprüfung erhält wird Garret Graham auf sie aufmerksam, der Captain der Icehockey-Manschafft und Frauenheld des Campus. Er kann es sich nicht leisten schlechte Noten zu haben und bittet Hannah ihm Nachhilfe zu geben. Er lässt seinen Charme spielen, fleht und geht ihr gehörig auf die Nerven – ohne Erfolg, denn Hannah hat keine Zeit und keine Lust den ihrer Meinung arroganten und unsympathischen Garret zu helfen. Bis er ihr einen Deal vorschlägt:

„Ich werde dich als mein Date vorstellen. Die andere Mädchen werden dich mit ihren Blicken töten. Die Jungs werden sich fragen, wer du bist und warum sie dich vorher noch nie bemerkt haben. Kohl wird sich das auch fragen, aber wir werden ihn ignorieren.“

„Und warum sollten wir das tun?“

„Weil es ihn verrückt machen wird. Das macht dich nur noch unerreichbarer.“

Meinung:

Der Schreibstil von Elle Kennedy gefällt mir sehr gut, ich habe das Buch wirklich in einem Rutsch gelesen und musste immer wieder lachen, weil die Charaktere echt Witz haben. Ich habe mich zu jedem Moment sehr unterhalten gefühlt 🙂

Hannah hat mir sehr gut gefallen. Sie weiß was sie will (zumindestens zu Beginn) und lässt sich nicht von Garret weichklopfen, der zu Beginn versucht, sie mit seinem Charme einzulullen. Ich fand`s klasse, wie sie ihn hat ewig zappeln lassen und wie ihr Sarkasmus & Schlagfertigkeit Situationen bestimmten.

Garret fand ich auch super, der perfekte männliche Gegenspieler für Hannah. Er überrascht sie mit seiner Tiefgründigkeit und Intelligenz und zeigt, dass er nicht nur der stumpfe Sportler-Playboy ist. Beide sind mir während des Lesens wirklich sehr ans Herz gewachsen 🙂

Insgesamt hat mich die Story überzeugt, auch wenn ich Hannah`s naives Handeln gegen Ende etwas kindisch fand ist die Geschichte in meinen Augen sehr gelungen. Einziger Minuspunkt ist die Tatsache, dass Garret eigentlich keine Nachhilfe gebraucht hätte – ich meine er ist sehr klug und packt alle Aufgaben mit links, das hätte er doch locker alleine geschafft^^

Fazit:
Ein toller Roman, den ich sehr authentisch fand muss ich sagen. Die Geschichte macht Lust auf mehr und ich hatte zwischendrin durchaus etwas Herzklopfen 🙂

4/5 Sterne

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Laura Kneidl – Verliere mich. Nicht

Cover:

Das Cover ist wie schon beim ersten Band wunderschön und gehört bisher zu meinen absoluten Favoriten. Ich finde die Mischung aus floralen & geometrischen Formen eine wunderbare Kombination, die sehr modern und frisch wirkt.

Worum geht`s?

„Verliere mich. Nicht“ knüpft direkt am Ende von „Berühre mich. Nicht“ an. Sage flüchtet in ein heruntergekommenes Motel, denn nachdem sie Luca so sehr verletzt hat, kann sie nicht mehr zurück in die gemeinsame Wohnung. Sage ist quasi am Tiefpunkt angekommen – noch immer traumatisiert von den Erlebnissen ihrer Kindheit und gefangen in ihrer Angst – hin und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Luca und dem festen Glauben daran nicht gut genug für ihn zu sein versucht sie irgendwie ihr Leben weiter zu führen. Wird Sage endlich ihre Ängste überwinden können? Kann sie mir ihrer Vergangenheit abschließen und die Sache mit Luca wieder kitten?

Schreibstil:

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist wirklich toll, ich habe jede Zeile – jedes Wort – förmlich inhaliert und habe ihre detaillierten Beschreibungen geliebt. Besonders all die Gefühle, die man aus Sage`s Sicht erfährt, was sie denkt und warum sie so ist wie sie ist haben mich absolut überzeugt. Laura Kneidl erschafft ganz wunderbare Situationen, die mich richtig emotional mitgerissen haben.

Charaktere:

Nachdem ich das erste Buch gelesen hatte war für mich klar, dass Sage im zweiten Buch ganz dringend eine Entwicklung braucht, ich habe regelrecht darauf gewartet wann sie endlich die Kurve kriegt und alles hinter sich lassen kann. Was ich besonders gut fand (meine Nerven beim Lesen aber schon strapaziert hat) war die schleichende und langsame Entwicklung bei ihr, die aber ganz ehrlich genauso sein musste, andernfalls wäre es nicht so authentisch gewesen. Sie ist nicht nur unglaublich mutig (in dem sie einfach ohne Perspektive in eine andere Stadt zieht), sondern auch sehr stark und gibt nie auf – egal wie aussichtslos alles zu sein scheint. Besonders gefallen hat mir dabei, dass sie sich von Luca nicht so abhängig macht, sondern sich eine eigene Wohnung mietet und selbst entscheidet wann die letztendliche Konfrontation stattfindet.

Luca hat mir wie auch im ersten Teil sehr gut gefallen. Wie er immer für Sage da ist, obwohl er sich ihrer Gefühle ja nicht sicher ist und so verletzt wurde. Ganz kann ich seinen Charakter aber nicht einschätzen, die Sache mit Grace fand ich insgesamt doch etwas verwirrend, wenn man bedenkt, dass er abgesehen von Sage alle Frauen nur wie One-Night-Stands behandelt.

Meine Meinung:

Ich habe vor allem in den ersten 2/3 des Buches richtig mitgelitten. Das ganze Hin und Her mit Luca und ihre Vergangenheitsbewältigung haben mich beinahe zerstört (positiv natürlich). Die Geschichte ist nicht nur wundervoll geschrieben, sondern auch bis in die kleinsten Winkel großartig ausgearbeitet. Besonders die Nebenplots um April, Megan & Connor haben mich begeistert und die Story noch so viel besser gemacht.

Schade, dass diesbezüglich so viele Fragen offen geblieben sind, nachdem so viele Andeutungen gemacht wurden. Auch war ich was das Finale betrifft im Nachgang etwas zwiegespalten, weil für mich einfach noch so viel gefehlt hat (Was ist mit Nora? Warum hat Sage`s Mutter nie etwas mitgekriegt? Da hat mir einfach die richtige Aussprache gefehlt).

Nichts desto trotz ist „Verliere mich. Nicht“ ein großartiger zweiter Teil, der meiner Meinung nach dem ersten in nichts nachsteht.

Fazit: Von mir gibt`s hier eine ganz klare Leseempfehlung – Herzschmerz garantiert ❤
4 1/2 von 5 Sternen

Wie die Luft zum atmen – Brittainy C. Cherry

Inhalt:

Liz zieht ein Jahr nachdem ihr Mann (und Vater ihrer kleinen Tochter Emma) gestorben ist zurück in ihr gemeinsames Häuschen und will nochmal von vorne anfangen. Dort angekommen fährt sie unglücklicherweise gleich einen Hund an und wird quasi gleich von seinem Besitzer, dem Einsiedler & Einzelgänger der Stadt, willkommen geheißen – aber nicht auf die freundliche Art. Denn Tristan ist gefährlich, verrückt und ein Monster – das zumindestens erzählt man sich in dem kleinen Örtchen. Doch Liz kann hinter diese Fassade schauen und erkennt, dass auch Tristan ein zutiefst verletzter Mann ist, der alles in seinem Leben verloren hat, was ihn glücklich gemacht hat und die beiden beginnen sich gegenseitig über den Verlust hinweg zu trösten.

Eine zutiefst bewegende & emotionale Geschichte mit einem grandiosen Spannungsbogen, der definitiv filmreif ist!

Cover:

Das Cover ziert ein Portrait eines Mannes, der verletzt/verbissen/betrübt nach unten schaut und ist in Blautönen gehalten. Ich finde, der Mann passt super zur Geschichte, wer hat sich nicht auch so einen Kerl als Tristan vorgestellt?

Meinung:

Ich liebe die Charaktere. Angefangen von Emma & Faye, die mich so oft zum Schmunzeln gebracht haben bis hin zu Liz` Schwiegerelten sind die Figuren mit so viel Herz & Liebe ausgestaltet, dass mir zu keiner Zeit langweilig wurde. Der Schreibstil von Brittany C. Cherry (oder ihrer Überetzerin Katja Bendels) ist großartig, ich war beeindruckt wie dieses typische Kleinstadtleben so toll beschrieben und in Worte gefasst wurde, dass ich selbst dachte ich würde dort sein. Darüber hinaus finde ich es toll, wie die Geschichte erzählt wurde. So erlebt man die Geschichte der Gegenwart aus Liz` Sicht, während zwischendurch immer wieder Vergangenheitsfetzen von Tristan erzählt werden. Ich finde es toll, dass man somit auch in die Gefühlswelt des männliches Protagonisten eintauchen konnte.
Besonders überrascht hat mich vor allem das spannungsgeladene Ende, was mich dann vollends überzeugt hat – großartig!

Fazit:

Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte über den schlimmsten Verlust, den man sich vorstellen kann. Es ist eine Geschichte über das Trauern – über das Bewältigen solch einschneiender Schichsalschläge und wie man weitermacht, wenn man denkt es würde nicht weiter gehen.

Absolut empfehlenswert! 5/5 Sterne

Meine erste Leserunde

Selten war ich so gespannt und in freudiger Erwartung wie ich es jetzt schon seit Tagen bin. Meine erste Leserunde startet heute bei der Lesejury. Ich habe mich Ende letzten Jahres auf die Leserunde für das Buch „Verliere mich.Nicht.“ von Laura Kneidl beworben und habe mich soooo sehr auf die Zusage gefreut. Das erste Buch „Berühre mich.Nicht.“ hat mir nämlich sehr gut gefallen und gehört definitiv zu meine Lesehighlights 2017.

Ich bin schon mächtig gespannt wie so eine Leserunde abläuft und freue mich schon sehr mich mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

Berühre mich. Nicht. – Laura Kneidl

Worum geht`s ?

Sage wagt einen Neuanfang in Nevada – ohne Wohnung, ohne viel Geld, ohne Freunde. Mit der Zusage eines Studienplatzes, ihrem fahrbaren Wohnsitz (auch VW-Bus genannt) und dem festen Willen im Gepäck, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, stürzt sie sich auf eine Reise der Selbstfindung und Vergangenheitsbewältigung. In ihren ersten Tagen macht sie schnell Bekanntschaft mit April und die Beiden werden schnell Freunde. Auch einen Job in der Universitäts-Bibliothek kann Sage ergattern und trifft dort auf Luca, der im Grunde alles verkörpert, was ihr Angst bereitet.   Als sie jedoch hinter seine Fassade blickt, erkennt sie, dass er ein ganz anderer Mensch zu sein scheint als sie vermutet hat und findet sich schleichend in einem Gefühlschaos wieder. Gefangen zwischen Verlangen und Angst muss sie sich entscheiden – kann sie Luca vertrauen und endlich ein Leben ohne Angst führen?

Meine Meinung

„Berühre mich. Nicht.“ von Laura Kneidl war auf jeden Fall eines meiner absoluten Highlights im Jahr 2017 und ich kann die Fortsetzung kaum noch erwarten.

Allein das Cover des Buches ist schon ein toller Eyecatcher und gefällt mir sehr gut. Der Mix aus Blumen und geometrischen Formen ist sehr modern & frisch – die Schriftart passt perfekt dazu und ist sogar geprägt, sodass man sie mit den Fingern erfühlen/ BERÜHREN kann. Großartig!

Der Schreibstil von Laura Kneidl hat mir sehr gut gefallen. „Berühre mich. Nicht.“ war mein erstes Buch von ihr, weshalb ich grundsätzlich erstmal nicht so große Erwartungen hatte. Im Buchhandel hat mich vor allem das Cover & der Klappentext dazu motiviert das Buch zu kaufen. Der Klappentext beschreibt eine typische Geschichte, die ich bestimmt schon dutzend Male gelesen habe: junge Frau hat Trauma/ schwere Vergangenheit – zieht gaanz weit weg um neu anzufangen – trifft Mann – verliebt sich – kann alles überwinden – Happy End.

Doch ich wurde ziemlich überrascht – klar, die Rahmenbedingungen sind nicht unbedingt originell – ABER wie das Ganze umgesetzt wurde ist wirklich super gelungen. Die Charaktere sind super ausgearbeitet, mit viel Persönlichkeit & Tiefgang. Auch wenn ich nie solche Erfahrungen gemacht habe wie Sage, konnte ich ihr (Dank Laura Kneidl`s Schreibstil), ihren Handlungen & Gedanken super folgen. Ich konnte viel besser nachvollziehen, wie sich solche Menschen fühlen und warum Sage ihren Ängsten nachgibt. Ich hab regelrecht mitgefiebert, wie Luca nach und nach ihre Mauern zum Einsturz gebracht hat.
Auch Luca & April sind tolle Figuren, die es mir sehr angetan haben. Sie sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen und ich will unbedingt wissen, wie es beispielsweise mit April weiter geht. Hier sehe ich absolutes Potential für ein eigenes Buch! *go ahead for it Laura!*

Ich hab das Buch tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen und alle 459 Seiten quasi in einem Zug inhaliert.

Das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, also Leute, wartet lieber bis Teil 2 am 26.1.2018 erscheint, damit ihr beide Teile lesen könnt, denn ich sag euch, das Warten hat mich schier wahnsinnig gemacht ;D

Eine ganz klare Leseempfehlung von mir: 5 /5 Sterne.

Maybe Someday – Colleen Hoover

Nachdem ich erst vor Kurzem mein aller erstes Buch von Colleen Hoover gelesen habe („Nur noch ein einziges Mal“) war ich ganz gespannt darauf ein weiteres Werk von ihr verschlingen zu können. Meine Wahl traf auf „Maybe Someday“, nachdem ich die Leseprobe als gut befunden hatte 🙂

Inhalt:

Sidney verlässt an ihrem 22. Geburtstag überstürzt ihr Apartment, in dem sie mit ihrer besten Freundin Tori lebt. Ihr fester Freund Hunter und ihre beste Freundin hintergehen sie seit 2 Jahren und haben eine Affäre, was sie unerwartet trifft. Ohne Perspektive wird sie von Ridge aufgenommen, ein Nachbar den sie seit Kurzem kennt und welchem sie beim Songtexten hilft.
Obwohl Ridge seit einigen Jahren in festen Händen ist und Sidney beim besten Willen nicht bereit für was Neues ist, entsteht zwischen den Beiden eine ganz besondere & intensive Bindung gegen die beide mit aller Macht ankämpfen.

Feedback:

Was kann ich nur sagen, ohne groß zu spoilern? Die Protagonisten Syd & Ridge habe ich sehr gemocht, besonders Ridge war für mich ein ganz ganz besonderer Charakter, den ich so schnell nicht vergessen werde. Wie die beiden miteinander umgegangen sind – wie sie kommuniziert & vorallem wie sie miteinander Musik gemacht haben fand ich großartig.

Ich musste das Buch einfach nach der Hälfte zur Seite legen, ich habe einfach keinen Weg gesehen, dass die beiden doch noch irgendwie zueinander finden. Das Ridge`s Freundin so wundervoll ist hat sicherlich auch dazu beigetragen, aber dass er seine Freundin ehrlich liebt und sich nebenbei noch wahre Gefühle für Syd entwickelt haben, war für mich einfach eine ausweglose Situation. Ich war total fertig und habe mich gefragt wie Colleen Hoover es schaffen würde, die Geschichte zufriedenstellend beenden zu lassen.
Und genau deswegen gibt es ein halbes Minipünktchen Abzug in meiner Bewertung, da ich die zweite Hälfte des Buches insgesamt zwar mehr als gelungen fand, sich in mir aber ein kleiner Teil gesträubt hat, dass letztendlich Maggie ausschlaggebend für die weitere Handlung war.

Ich möchte gar nicht zu viel verraten, aber ich fand es war eine ganz wundervolle Leseerfahrung und kann das Buch absolut weiter empfehlen.
Ich liebe die Songtexte der beiden und noch mehr liebe ich den Soundtrack zum Buch, der mich alle Emotionen noch stärker hat spüren und nachvollziehen lassen.
Ganz groß loben möchte ich an dieser Stelle, dass der Klappentext wirklich nicht zu viel verraten hat (die die das Buch kennen, wissen was ich meine), so konnte ich die Geschichte UND die Charaktere ganz unvoreingenommen genießen und lieben lernen ❤

Absolute Empfehlung! 4 1/2 von 5 Sternen.

Nur noch ein einziges Mal – Colleen Hoover

„Nur noch ein einziges Mal“ war das erste Werk von Colleen Hoover was ich gelesen habe. Ich bin schon oft an ihren Büchern vorbei getingelt und habe mit mir gerungen, ob ich mir nicht doch mal ein Buch von ihr holen soll. Als ich durch einen blöden Zufall dieses Buch in den Händen hielt und dann beschloss einfach mal das erste Kapitel in der Buchhandlung zu lesen war ich sofort von den Charakteren (die über 20 Jahre alt sind – großes Plus!) gefesselt. Auch der flüssige Schreibstil bewog mich dann dazu, das Buch einfach zu kaufen.

Die Autorin war mir durch YouTube-Videos und Rezensionen schon bekannt aber die Tatsache, dass ihre Bücher in der Jugendbuch-Abteilung stehen, hatten mich bisher doch etwas abgeschreckt, weil ich fürchtete, dass die Charaktere für meinen persönlichen Geschmack zu jugendlich und die zwischenmenschlichen Begebenheiten zu oberflächlich dargestellt sind. Bei Weitem hätte ich nie mit so viel Tiefgang und Emotionalität gerechnet.

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VORSICHT LEICHTE SPOILER!!

Die Geschichte thematisiert häusliche Gewalt und den Teufelskreis der sich dadurch ergibt, wenn sich die eigenen Grenzen verschieben. Dieses Thema hat mich sehr gefesselt und berührt – auch wenn ich selbst diese Erfahrungen nicht gemacht habe konnte ich den Gedanken der Protagonistin Lily super folgen und hab mir selbst oft die Frage gestellt, wie ich mich verhalten würde.

Die Geschichte beginnt mit Lily, die nach der Beerdigung ihres Vaters auf einer Dachterasse Ruhe sucht. Sie begegnet dort Ryle – und zwischen den Beiden ist sofort etwas, was sie nich mehr loslässt. Während Lily ihren Traum einen eigenen Laden zu eröffnen folgt, trifft sie Ryle wieder und zwischen den Beiden entwickelt sich eine intensive Liebesbeziehung. Zwischendurch werden immer wieder Schnipsel von Lily`s Vergangenheit in Form von Tagebucheinträgen eingepflegt und wir lernen auch ihre erste große Liebe Atlas kennen.
Ich habe sehnsüchtig auf den Moment gewartet an dem sie sich wieder begegnen und war verwirrt und aufgewühlt, weil ich als Leser absolut zwischen den Stühlen saß. Immerhin hat sie ja Ryle, den sie unglaublich liebt (und den ich als Leserin sofort in mein Herz geschlossen habe) und dann ist da Atlas mit dem sie so viel verbindet und den sie nie wirklich loslassen konnte. Durch den Klappentext wusste ich ja schon, dass Ryle wohl auch einige tiefe Abgründe hat und sich dadurch einige Schwierigkeiten ergeben, daher war ich nicht wirklich überrascht, als die Beziehung zwischen Ryle und Lily anfing kompliziert zu werden.
Wie die Geschichte dann weiterging hat mich sehr berührt und gefesselt.

Was mir besonders gut gefallen hat war das Konzept mit den Tagebucheinträgen. Wir lernen die Protagonistin Lily auf zwei Ebenen gleichzeitig kennen: Ihr 15-Jähriges Ich in einem eher zerrütteten Familienleben mit ihrer ersten große Liebe Atlas, dem sie das Leben rettet UND ihr erwachsenes 23-jähriges Ich, das selbstbestimmt ihre Träume verwirklicht, einen Mann lieben lernt und sich letztendlich in der selben Situation wie ihre eigene Mutter wiederfindet.

Plötzlich kann sie ihre Mutter und ihr damaliges Verhalten verstehen und sieht alles plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Das Beste in meinen Augen an dieser Geschichte ist jedoch das Ende. Sie wird nicht von einem Ritter in goldener Rüstung gerettet, sondern rettet sich selbst und trifft ihre eigene Entscheidung. Dies empfinde ich vorallem in einer Bücherwelt in der meiner Meinung nach Frauen oft klischeehaft dargestellt werden als äußerst wertvoll.

Auch wenn ich mir insgeheim ein etwas leidenschaftlicheres Ende gewünscht hätte, hat das Buch meine Erwartung nicht nur erfüllt sondern wahnsinnig übertroffen. Die Geschichte hat mich überrascht, mich teilweise zu Tränen gerührt und das Wichtigste – mich zum Nachdenken angeregt.

Deswegen gibt es 5 / 5 Sternen.

Bookstagram & Challenges

Mittlerweile sind ja schon ein paar Tage des neuen Jahren vergangen und ich habe die Zeit genutzt, um meine Fühler Richtung Lese-/ Buchcommunity etwas auszustrecken. Was macht einen Leseblog eigentlich aus? Was macht die Community so und ganz wichtig: Was will ich machen?

Da ich bisher vor allem bei Instagram sehr aktiv war, habe ich mich schnell dazu entschlossen dort ein Profil zu erstellen. Die Bookstagram-Community ist riesig und ich war überrascht, wie viele tolle Profile ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte. Mein SUB (für alle Unwissenden, zu denen ich ja bis vor Kurzem auch gehört habe: „Stapel ungelesener Bücher“) steigt proportional zu meinem Stapel gelesener Bücher, was so viel bedeutet wie: Ich lese und lese aber meine Wunschliste wird größer und größer.

Ich hab also ein Profil angelegt, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen, wie genau das aussehen soll – und was soll ich sagen? Ich bin immer noch etwas überfordert, denn es gibt so viele tolle Accounts, die auch noch so fabelhaft aussehen – wo man sieht wie viel Arbeit drin steckt, weil jedes Foto vom Look, der Perspektive und den Requisiten so wohl überlegt ist. Ob ich da mithalten kann? Ich habe keinen blassen Schimmer, aber ich will`s versuchen und meinen eigenen Weg finden. Ich bin also absolut noch in der Einfindungs- & Experimentierphase. Aber seht selbst 🙂 Ihr findet mich bei Instagram unter @waselliliest.

Ich habe mich erstmal dazu entschlossen an einer sogenannten „Challenge“ teilzunehmen, diese heißt #pagesofjanuary2018. Man hat hier an jedem Tag ein bestimmtes Thema, was in einem Beitrag umgesetzt werden soll. Die Idee finde ich total spannend und hab beschlossen, das einfach mal zu versuchen 🙂

Wer bin ich eigentlich und was mache ich hier?

JA – das ist eine wirklich gute Frage, denn eigentlich weiß ich noch nicht so genau was das hier mal werden soll. Aber vielleicht erstmal etwas zu mir: Ich bin Elli, 28 Jahre alt und ich lese wirklich sehr sehr gerne und habe gemerkt, dass ich nach einem guten Buch (oder auch nach einem schlechten) immer ganz starken Redebedarf habe. Bisher musste mein Freund immer herhalten, der im Gegensatz zu mir überhaupt keine Leseratte ist. Tja, völlig unabhängig davon ob das hier überhaupt jemand lesen wird habe ich beschlossen, meine Gedanken zu gelesenen Büchern schriftlich festzuhalten – quasi als mein persönlicher Vorsatz für das Jahr 2018: Elli, schreibe eine Blog. Also, warum nicht?


Was ich gerne lese hängt immer ganz stark davon ab wie ich mich fühle und ist echt phasenweise unterschiedlich. Momentan – eigentlich so ziemlich das ganze letzte Jahr über habe ich Liebesromane für mich entdeckt – vor allem sogar aus der Sparte Jugendbuch oder Fantasy. Ich liebe Geschichten, die unter die Haut gehen – wenn mein Herz beim Lesen der Zeilen höher schlägt UND starke weibliche Protagonisten. Ab und zu darf es aber auch gerne mal ein Krimi oder Thriller sein 🙂